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Musik - Chemnitz:Rock vor Lok: "Die Seilschaft" begeistert in Museum

Chemnitz
Im Sächsischen Eisenbahnmuseums spielt die ehemalige Gerhard-Gundermann-Band "Die Seilschaft". Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa (Foto: dpa)

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Chemnitz (dpa/sn) - Im Hintergrund eine farbig beleuchtete Dampflok, gegenüber ein Bahnwaggon mit Vip-Abteilen: Mit der Konzert der ehemaligen Gerhard-Gundermann-Band "Die Seilschaft" in einem riesigen Lokschuppen hat die Kreativwirtschaft in Chemnitz ein Highlight unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie gesetzt. Vor der ungewöhnlichen Kulisse des Eisenbahnmuseums, das auch ein Schauplatz der 4. Sächsischen Landesausstellung zur Industriekultur ist, feierten am Freitagabend 200 Besucher in der ausverkauften Halle zu rockigen und leisen Tönen der Band.

"Die Seilschaft" ist die ehemalige Begleitband des Liedermachers Gerhard Gundermann (1955-1998). Das Leben des als "singender Baggerfahrer" bekanntgewordenen Musikers aus dem Lausitzer Braunkohlerevier hat Regisseur Andreas Dresen verfilmt. Der mehrfach ausgezeichnete Film "Gundermann" kam im August 2018 in die Kinos.

Die Veranstaltung im Lokschuppen unter dem Titel "3-Gleisig" war das dritte Konzert unter Corona-Bedingungen an außergewöhnlichen Spielstätten in und um Chemnitz. Zuvor hatten die Ost-Rockband Karat ein Hotelkonzert gegeben und Rockpoet Heinz Rudolf Kunze in einem Freibad gespielt. "Das Konzert steht als Zeichen für das industriekulturelle Erbe und die Gegenwart von Chemnitz. Zudem möchten wir damit einen kreativen Beitrag zur Industriekultur dieser Stadt und zum Erleben dieses Museums-Schauplatzes leisten, der keinesfalls angestaubt ist", sagte Ann-Katrin Gabel von der Veranstaltungsagentur Comedia Concept.

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