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Museum will Teil seiner Sammlung versteigern:Israel gegen Auktion

Der bevorstehende Verkauf von Sammlungen des Jerusalemer Museums für Islamische Kunst stößt beim israelischen Präsidenten Reuven Rivlin auf Kritik. Die geplante Auktion, die "Gegenstände mit größerem Wert und Bedeutung als ihr Geldwert" umfasse, erfülle ihn mit großer Besorgnis, sagte er laut einer Mitteilung des Präsidialamtes. Das Museum für Islamische Kunst sowie die anderen Museen seien "Aufbewahrungsorte für enorme geistige und materielle Vermögenswerte des Staates Israel und des Nahen Ostens". Es müsse alles getan werden, um sie in Israel zu halten. Der Tageszeitung Haaretz zufolge sollen 268 Sammlungsstücke des Museums für Islamische Kunst in dieser Woche durch das britische Auktionshaus Sotheby's versteigert werden, darunter ein türkischer Teppich und ein ägyptischer Helm. Mit dem Verkauf von knapp fünf Prozent der Sammlung will das Museum seine angespannte finanzielle Situation verbessern. Der Wert der Auktionsgegenstände werde auf 7,2 Millionen Euro geschätzt.

© SZ vom 27.10.2020 / KNA

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