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Münchner Kammerspiele:Hauptsache, es ist okay

Im Eröffnungsreigen der Münchner Kammerspiele schickt Simon Stone nun "Rocco und seine Brüder" in den Ring - gewonnen ist der Kampf damit noch nicht.

Erstaunlich, dass es eine Pause gibt. Sie unterbricht nach bereits vierzig Minuten einen Theaterabend, der mit einem Affenzahn über die Bühne fetzt und eigentlich in zwei atemlosen Stunden heruntererzählt werden könnte - bis zum finalen Knockout. Aber vielleicht müssen einfach die Schauspieler mal durchschnaufen, und auch dem angeditschten Zuschauer tut ein Pausensekt ganz gut, so schnell, wie in diesem Boxertheater die Szenenversatzschläge und fäkalsprachlichen Konter auf ihn einprasseln. Man fühlt sich wie ein Punchingball. Ein paar wenige nutzen die Gelegenheit, um zu flüchten; das Wort "Schülertheater" zischelt durch die Runde.

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