TheaterDer Vater, die Tochter, der Dreck

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Bedrängt von einem Büfett voller Erinnerungen: Wiebke Puls in ihrer eigenen Inszenierung von „Bevor ich es vergesse“ im Schauspielhaus der Kammerspiele.
Bedrängt von einem Büfett voller Erinnerungen: Wiebke Puls in ihrer eigenen Inszenierung von „Bevor ich es vergesse“ im Schauspielhaus der Kammerspiele. (Foto: Armin Smailovic)

Wiebke Puls bringt Anne Paulys Roman „Bevor ich es vergesse“ auf die Bühne der Münchner Kammerspiele. Das schlägt durch ins tiefste Innere.

Von Egbert Tholl

Jetzt also „klar Schiff machen“. Aufräumen, was übrig ist. Übrig von einem Leben. Auf der Bühne steht vor dem Eisernen Vorhang ein altes Büfett mit vielen Türchen und Schubladen, und hinter jedem Türchen und in jeder Schublade sind Dinge. Was der Vater halt so gesammelt hat, was sich in einem Leben so ansammelt. Die Tochter muss das jetzt ausräumen. Ihr Bruder hält sich raus, in ihm ist „nur Wut“, er macht gerade so weit mit, wie es nötig ist, um den Alten unter die Erde zu bringen. Also Sarg auswählen, Pfarrer auswählen, Beerdigung überstehen. Anne hat die ganze Arbeit.

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