Theater„Und wir alle sehen zu, bis es zu spät ist“

Lesezeit: 4 Min.

„Life is a cabaret“: Vassilissa Reznikoff als Sally Bowles.
„Life is a cabaret“: Vassilissa Reznikoff als Sally Bowles. (Foto: Monika Ritterhaus)

Freizügigkeit, Lust, Ekstase: Das Musical „Cabaret“ ist im Münchner Residenztheater ein heißer Feger aus dem Babylon Berlin der Dreißiger – und beklemmend aktuell.

Von Christine Dössel

Ein Sprechtheater, das das Musical „Cabaret“ auf die Bühne bringen und nicht in den Sand setzen will, braucht als Voraussetzung ein paar Essentials: Schauspieler, die singen können; Schauspieler, die sexy sein können; ein passables Orchester und: eine Sally Bowles, die eigenständig fasziniert – und nicht etwa Liza Minnelli kopiert (bei „Cabaret“ hat man ja immer die berühmte Verfilmung von Bob Fosse im Kopf, mag die Erinnerung daran noch so vage sein). Kommt dann noch ein aufgewecktes, politisch sensibles Regieteam dazu und ein stabil an- und aufreizender Conférencier – der in diesem Bühnenwerk eine tragende Rolle hat –, ist der Erfolg gebongt und das Publikum bereit zu Ovationen.

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