Mozartfest Impulse für heute

Augsburg feiert zehn Tage lang den Komponisten

Von Yvonne Poppek, Augsburg

In erster Linie kommt Steven Isserlis natürlich wegen Mozart nach Augsburg. Genauer gesagt für dessen "Sinfonia concertante Es-Dur". Passend zum diesjährigen Thema "Spurensuche" beim Augsburger Mozartfest wird der britische Cellist dabei einen musikalischen Bezug zu Igor Strawinskys "Concerto in D" und Richard Strauss' "Don Quixote" - quasi als moderne Version der Sinfonia concertante - herstellen. Der Konzertabend "Mozart & Strauss reloaded" soll der große Schlusspunkt sein beim Mozartfest von Freitag, 19., bis Sonntag, 28. Mai. Und Steven Isserlis steht natürlich als hervorragender Cellist dafür.

Andererseits kommt Isserlis zum Gespräch. Erstmals hat Simon Pickel, der künstlerische Leiter des Festivals, vier "Mozart-Picnics" initiiert. Zwanglos sollen die Musiker bei einem moderiertem Gespräch im Kaffeehaus von sich erzählen. Isserlis beispielsweise sei eine spannende Persönlichkeit, sagt Pickel, zumal dieser Felix Mendelssohn und Karl Marx zu seiner Ahnenreihe zähle.

Bis Isserlis am Ende jedoch Mozart mit Strauss verbindet, hat Pickel eine Reihe von Konzerten davor gestellt, die Mozarts Musik in einen Zusammenhang von Telemann bis Sciarrino bringen. "Die Idee ist, das Mozart-Verständnis im historischen Zusammenhang zu fördern", sagt er. Das Ensemble L'Arpeggiata und Sopranistin Nuria Rial beginnen deshalb mit Werken von Monteverdi, Michael Wollny und Vincent Peirani legen Spuren in ihren Jazz-Arrangements und beim Cello-Clubbing experimentiert unter anderem Maximilian Hornung mit Impulsen aus Mozarts Musik.

Deutsches Mozartfest Augsburg, Freitag, 19., bis Sonntag, 28. Mai