Sie wird rauf und runter gespielt, läuft auch jetzt gerade an vielen Opernhäusern, in Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf und dem Rest der Welt. Wolfgang Amadé Mozarts „Die Zauberflöte“ ist ein Dauerbrenner, unabhängig von Jahreszeit und Festivalsaison, von Unterhaltungstrends und politischen Moden. Uraufgeführt wurde sie 1791, war schon zu Beginn recht erfolgreich und ist seit etwa 100 Jahren die meistgespielte Oper im deutschsprachigen Raum – ein Ende des Erfolgs ist nicht in Sicht. Sie hat für jeden Geschmack und jeden Bildungsgrad etwas zu bieten, die Musik verführt, überwältigt, begeistert. Und sie gilt trotz ihrer märchenhaften Anlage als modernes politisch korrektes Musiktheater. Denn sie kündet von einer besseren Welt, in der es – ganz im Sinne Mozarts – menschlicher zugeht. In der die dunklen Mächte vertrieben werden und die Sonne der Aufklärung strahlt.
Sachbuch über die „Zauberflöte“Schöne neue Tamino-Welt
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Bislang galt Wolfgang Amadé Mozart mit seinen revolutionären Opern als Leuchtturm der Aufklärung. Aber war er das wirklich?
Von Helmut Mauró