„Stillschweigen bewahren und mich dumm stellen“, das sind so die Dinge, die von der Ich-Erzählerin in Montserrat Roigs „Die Frauen vom Café Núria“ erwartet werden. Oder generell von den Frauen ihrer Zeit: dem langen 20. Jahrhundert in Spanien. Den Frauen ging es wie der katalanischen Literatur: Sie wurden vom Franquismus zum Schweigen gebracht, stumm geschaltet. Die katalanische Schriftstellerin Montserrat Roig erzählt von dieser doppelten Marginalisierung, als Frau und als Katalanin. Sie hat sie selbst erlebt und macht sie erfahrbar in der heutigen Zeit, in der das Schweigen wieder größer statt kleiner zu werden droht.
Roman-TrilogieDas Barcelona der Frauen
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Die katalanische Schriftstellerin und Journalistin Montserrat Roig galt lang als Außenseiterin ihrer eigenen Kultur. Dabei erzählt sie so wunderbar von den Randfiguren in ihrer Heimatstadt.
Von Karin Janker

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Fernando Aramburu ist ein Meister darin, das Unsagbare in Worte zu fassen. In seinem neuen Roman „Der Junge“ thematisiert der spanische Schriftsteller das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann – und feiert gleichzeitig die Hoffnung, die in der Literatur liegt.
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