"Monsieur Claude und sein großes Fest" im Kino:Ein Film als Therapeut und Exorzist

Lesezeit: 4 min

"Monsieur Claude und sein großes Fest" im Kino: Marie (Chantal Lauby) und Claude (Christian Clavier) müssen sich mal wieder in Toleranz üben: "Monsieur Claude und sein großes Fest".

Marie (Chantal Lauby) und Claude (Christian Clavier) müssen sich mal wieder in Toleranz üben: "Monsieur Claude und sein großes Fest".

(Foto: Arnaud Borrel/Neue Visionen)

Ach, Frankreich: Wie der Film "Monsieur Claude und sein großes Fest" im Gewand der Komödie von Rassismus, Sexismus und Geldgier erzählt - diesmal auch mit einem deutschen, blonden Mann.

Von Nils Minkmar

Frankreich ist sich selbst ein Rätsel. In kaum einem anderen Land Europas besteht ein so großer Unterschied zwischen dem, wie man gerne wäre - aufgeklärt, elegant, Vorreiter menschlicher Emanzipation und Pionier des Fortschritts - und den trüben Zumutungen des Alltags. Der letzte Präsidentschaftswahlkampf zog noch mal alle ganz schön runter, denn er geriet zu einem wüsten Politzirkus, in dem es vor allem um die Gedanken der extremen Rechten, um mehr oder weniger verhüllten Rassismus ging. Im Fernsehen war also monatelang von nichts anderem die Rede als von Zuwanderung und "Überfremdung", während jeder Spaziergang durch eine französische Stadt belegt, dass der multikulturelle Alltag eigentlich ganz idyllisch gelebt wird.

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