Künstliche Intelligenz„Vor drei Jahren hätte ich gesagt, dass das Science-Fiction ist“

Lesezeit: 7 Min.

Forscher können die Gedankenketten von KI-Modellen lesen. Aber wie lange noch?
Forscher können die Gedankenketten von KI-Modellen lesen. Aber wie lange noch?
Foto: Alamy Stock Photos / Jaimie Duplass/Mauritius Images

Wie denken Maschinen? Der KI-Sicherheitsforscher Thilo Hagendorff über die Versuche, den Systemen in den Kopf zu gucken – und warum er allmählich Angst vor dem bekommt, was er da beobachtet.

Interview von Philipp Bovermann

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Thilo Hagendorff darf man wohl ein Faible für Gefahr unterstellen. Er ist unter extremen Bedingungen geklettert, hat als Radrennfahrer internationale Wettkämpfe bestritten und einen Weltrekord für die meisten in zwölf Stunden gefahrenen Höhenmeter aufgestellt. Auch als Wissenschaftler beschäftigt er sich mit extremen Szenarien. Er hat unter anderem in Tübingen, Stanford und San Diego zu künstlicher Intelligenz geforscht. An der Universität Stuttgart leitet er nun ein Team, das in Experimenten KI-Systeme auf potenziell gefährliches Verhalten untersucht.

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Debatte
:Warten auf den Knall

Dass von der KI-Entwicklung eine Gefahr für die Menschheit ausgehen könnte, wird gern als Weltuntergangshysterie verlacht. Dabei gibt es Gründe dafür, sich ernsthaft Gedanken zu machen – nicht nur die, aus denen Bill Gates jetzt warnt.

SZ PlusEssay von Philipp Bovermann

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