"Moderne Wahlen" von Hedwig Richter:Misstraut den prinzipienlosen Massen

The statue of U.S. President Jackson is silhouetted against the White House in Washington

Präsident Jackson, der frühe Populist, vor dem Weißen Haus.

(Foto: Jim Bourg/Reuters)

Ein Buch für den Wahlsonntag: Hedwig Richter erzählt bravourös von der Einführung des Wahlrechts in Preußen und den USA. Demokratie war ein Elitenprojekt.

Von Andreas Zielcke

Der Gang zum Wahlbüro steht wieder bevor, man wird den Schein mit dem Kreuzchen in die Urne werfen, seiner Wege gehen und auf den Abend warten. Wenig gilt in der Demokratie als fragloser, unauffälliger als der Wahlakt. Nicht auf ihn, auf das Wahlergebnis richten sich alle Blicke. Beweist nicht genau dies den Triumph demokratischer Herrschaft? So einfach ist es selbstverständlich nicht. Wie immer ein Parlament am Ende zusammengesetzt ist - ein ganzes Set von Entscheidungen fällt nicht bei der Wahl, sondern geht ihr voraus. Allein der Wahlmodus, das Recht zur oder der Ausschluss von der Wahl, die Wahloptionen, kurz alles, was dem Wahlakt offen oder versteckt den Spielraum vorgibt, dirigiert die Volksherrschaft mit.

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