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Moderator des "Musikantenstadl":Karl Moik ist tot

Der österreichische Fernsehmoderator Karl Moik war das Gesicht der deutschsprachigen Volksmusik. Jetzt ist er im Alter von 76 Jahren in einer Salzburger Klinik gestorben.

Der österreichische Fernsehmoderator Karl Moik ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Der langjährige Moderator der Volksmusik-Sendung "Musikantenstadl" hatte schon seit längerem gesundheitliche Probleme. Nach übereinstimmenden Zeitungsberichten starb er am frühen Donnerstagmorgen in einer Klinik in Salzburg.

Karl Moik, den die Süddeutsche Zeitung einmal als den "Schutzpatron aller volkstümlichen Schlagerseligkeit" bezeichnete, setzte 1973 beim ORF die Rundfunksendung "Volkstümliche Hitparade" durch, die er auch moderierte. 1980 entwickelte er, ebenfalls für den ORF, die Volksmusik-Fernsehsendung "Musikantenstadl", die mit ihm als Moderator auch international ungewöhnliche Popularität gewann. 1983 wurde die Sendung mit großem Erfolg vom deutschen Fernsehen übernommen.

Sein sich verschlechternder Gesundheitszustand machte sich erstmals 2004 bemerkbar. Damals erlitt Moik einen Herzinfarkt, in dessen Folge ihm ein Bypass gesetzt werden musste. 2005 beendete er unfreiwillig seine Karriere als Moderator des "Musikantenstadl". Direkt nach der Sendung erlitt Moik einen Schwächeanfall, nach dem er zehn Tage lang stationär behandelt werden musste. Die Moderation des "Musikantenstadl" übernahm ab Herbst 2006 der Schlagersänger Andy Borg.

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung (29.12.2005) nannte Karl Moik einige Höhepunkte seiner Karriere als "Stadl"-Moderator: Dazu zählten die erste Sendung in der DDR nach der Maueröffnung 1989, ein Treffen mit Nelson Mandela anlässlich einer Live-Sendung aus Kapstadt 1998 und eine Sendung aus Peking mit Auftritt vor dem Tor der "Verbotenen Stadt", die auch im chinesischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde und so rund 600 Millionen Zuschauer erreichte.

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© SZ.de/segi/khil
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