Zum Tod von Thierry Mugler:Keiner träumte den Modetraum bildgewaltiger

Lesezeit: 6 min

Zum Tod von Thierry Mugler: Bejubelt, aber auch misstrauisch beäugt: Der Designer im Kreise seiner Models bei der Schau für Herbst 2001.

Bejubelt, aber auch misstrauisch beäugt: Der Designer im Kreise seiner Models bei der Schau für Herbst 2001.

(Foto: Remy De La Mauviniere/dpa)

Er gab der Welt Lack, Leder, Tüll und Pailletten, geflügelte Superfrauen und metallgepanzerte Fabelwesen. Jetzt ist Thierry Mugler im Alter von 73 Jahren gestorben.

Von Anne Goebel und Tanja Rest

Frühjahr 2020, München, im Hotel Bayerischer Hof dröhnte sein Bass schon von Weitem über den Gang. Er war also wahrhaftig, leibhaftig in der Stadt, und wer ein Interview mit ihm ergattert hatte, erntete: pures Erstaunen. Thierry Mugler? War das inzwischen nicht ein Name wie aus einem Fantasy-Epos auf Netflix, irgendwie - surreal? Konnte hinter diesen eskapistischen Kreationen aus Lack und Leder, Tüll und Pailletten, den geflügelten Superfrauen und metallgepanzerten Fabelwesen tatsächlich ein Mensch stecken? Aber ja, und zwar: ein ganz reizender Mensch. Zur Begrüßung deutete er einen Bückling an und nahm in einem zierlichen Polstersessel Platz, so gut es eben ging, ein bulliger Mann in grauer Joggingkluft. "Meine einzig wahre Berufung", sagte er irgendwann, "ist die Bühne."

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