Missbrauchsvorwürfe an der New Yorker Oper Letzter Akt James Levine

Nach Vorwürfen sexueller Übergriffe hat die New Yorker Metropolitan Opera eine Untersuchung gegen ihren ehemaligen Chef James Levine angestellt. Nun liegen die Ergebnisse vor - und die Oper distanziert sich von dem einstigen Stardirigenten.

Von Helmut Mauró

Die New Yorker Metropolitan Opera (Met) hat sich endgültig von ihrem ehemaligen künstlerischen Leiter und Chefdirigenten James Levine losgesagt. Sie ist in einer eigenen Untersuchung durch eine unabhängige Kommission zu dem Ergebnis gekommen, dass es "glaubwürdige Hinweise auf sexuell missbräuchliches und belästigendes Verhalten" durch Levine gebe.

Der 74-jährige Stardirigent hatte den Inhalt und das Profil des berühmtesten Opernhauses der Welt nach der Mailänder Scala mehr als 40 Jahre lang mitgestaltet. 1971 hatte er dort mit Puccinis "Tosca" debütiert, 1973 wurde ...