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Interview mit Karin Beier und Edgar Selge:"Unterwerfung" im Theater: Reiz der sanften Diktatur

Fotoprobe 'Unterwerfung'

Der Schauspieler Edgar Selge spielt in "Unterwerfung" von Michel Houellebecq. Das Stück feiert seine Uraufführung in der Regie von Karin Beier am 06.02.2016 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

(Foto: dpa)

Warum die Regisseurin Karin Beier und der Schauspieler Edgar Selge den Konflikt um westliche Werte und den Islam inszenieren - und was sie fasziniert an Michel Houellebecqs Provokation.

Interview von Alex Rühle

Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung" ist Satire, Science-Fiction und politischer Kommentar in einem: Er spielt im Jahr 2022, aus Angst vor dem Front National verhelfen darin die großen Parteien einem gemäßigten Islamisten zur Präsidentschaft - und plötzlich konvertiert die gesamte Elite des Landes zum Islam. Der Roman hat die Debatte in Frankreich umgekrempelt. Er scheint aber auch in Deutschland einen Nerv zu treffen: Gleich drei Theater (Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Staatsschauspiel Dresden, Deutsches Theater Berlin) setzen das Buch in Szene. Den Anfang macht an diesem Samstag Hamburg. Grund genug, mit der Intendantin und Regisseurin Karin Beier und dem Schauspieler Edgar Selge, der den Abend allein bestreitet, über die Aktualität dieses Textes zu sprechen.

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