Das Schöne an Herbert Grönemeyer und seinen Liedern ist ja, dass man beide schon lange kennt, aber nicht unbedingt lange kennen muss, um von ihnen fasziniert zu sein. Oder auch genervt, das ist bei einem in bewährter Regelmäßigkeit aus dem Studio auf die Stadionbühne stürmenden Megastar wie Grönemeyer, der nebenbei auch noch in Interviews gültig erklärt, wie die gesellschaftliche Gesamtlage aussieht, naturgemäß eingepreist. Grönemeyer ist der Caruso unserer von Glück, Scham, Angst und gelegentlichem Übermut gebeutelten deutschen Befindlichkeit.
Michael Lentz: „Grönemeyer“Caruso unserer Befindlichkeiten
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Der Klang der Worte ist wichtiger als ihre Bedeutung. Das hat Grönemeyer von Friederike Mayröcker gelernt, der großen österreichischen Texttasterin, die er verehrt. Herbert Grönemeyer im März 2023 in Berlin.
ImagoDer Dichter Michael Lentz hat versucht, hinter das Geheimnis Herbert Grönemeyers zu kommen – und ein beeindruckend tiefes Buch darüber geschrieben.
Von Hilmar Klute
