Nachruf auf Micha BrumlikEin „Mentsch“

Lesezeit: 3 Min.

Er war kein abgehobener Wissenschaftler, sondern genoss den Streit, den Austausch von Argumenten: der Philosoph und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik.
Er war kein abgehobener Wissenschaftler, sondern genoss den Streit, den Austausch von Argumenten: der Philosoph und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik. (Foto: Rolf Walter/xpress.berlin/IMAGO)

Er war ein streitbarer Geist, warmherzig, humorvoll, manchmal launisch: Was ich dem Philosophen Micha Brumlik verdanke. Eine Erinnerung.

Gastbeitrag von Meron Mendel

Am Montag ist ein großer Intellektueller von uns gegangen. Der Philosoph und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik ist im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Zwölf Monografien, unzählige Aufsätze, Essays und Kolumnen – über mehr als vier Jahrzehnte hat er den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs in Deutschland geprägt. Von Religionsphilosophie über Migration und Pädagogik bis zu den großen Fragen von Krieg und Frieden – sein Fokus war weit. Micha Brumlik war ein streitbarer Geist, ein scharfer Denker und ein brillanter Autor. Er war kein abgehobener Wissenschaftler, sondern ein „Mentsch“. Warmherzig, humorvoll und manchmal launisch. Mit seiner unverwechselbaren Baritonstimme und Unmengen an Charisma fiel er jedem sofort auf.

Zur SZ-Startseite

9. November
:Jüdische Gemeinde distanziert sich von Redner

In Frankfurt wird der Faschismusforscher Jason Stanley eingeladen, zum 9. November zu sprechen. Das tut er, redet aber auch über den Gaza-Krieg – und kann seine Rede nicht beenden.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: