KinoPhilosophie für Weichtiere

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Grace und ihr Zwillingsbruder Gilbert kommen nach dem Tod der Eltern in Pflegefamilien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Szene aus „Memoiren einer Schnecke“.
Grace und ihr Zwillingsbruder Gilbert kommen nach dem Tod der Eltern in Pflegefamilien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Szene aus „Memoiren einer Schnecke“.
Capelight/epd

Der Film „Memoiren einer Schnecke“ ist ein handgemachtes Stop-Motion-Meisterwerk über Einsamkeit und Depression − zeigt aber auch den Weg zurück ins Leben. Natürlich ganz langsam.

Von Sofia Glasl

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Eine berüchtigte Stressfrage in Vorstellungsgesprächen lässt Kandidatinnen und Kandidaten erklären, welches Tier sie in einer zoomorphen Gesellschaft wohl wären und vor allem: weshalb. Gerne gehörte Antworten sind angeblich: Ameise (fleißig, stark), Eichhörnchen (schnell, zukunftsorientiert) oder Luchs (scharfsinnig, vorsichtig). Womöglich würde es für einige hochgezogene Augenbrauen sorgen, wenn man sich vor den potenziellen neuen Vorgesetzten im Brustton der Überzeugung zur Schnecke erklären würde. Die langsamen, schleimigen Weichtiere haben bisher eher nicht den Ruf extrovertierter Siegertypen.

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