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Mel Gibson im Interview:"Wir sind alle ziemlich abgefuckt"

'Blood Father' - Photocall - The 69th Annual Cannes Film Festival

Mel Gibson im Mai des vergangenen Jahres in Paris.

(Foto: Tristan Fewings/getty images)

Mel Gibson galt zehn Jahre lang als Persona non grata in Hollywood. Er spricht über Vergebung, Verbitterung und warum er von Sylvester Stallone keine Ratschläge hören will.

Mel Gibson steht am Fenster im 18. Stockwerk eines Hochhauses in Beverly Hills und betrachtet den Sonnenuntergang. Ausgelatschte Schuhe, ausgebeulte Jeans, schwarzes Hemd über Wohlstandsbauch. Er deutet auf den Pazifik: "Schauen Sie mal, ist das nicht schön?" Dann macht er es sich in einem Sessel bequem, legt die Füße auf den Tisch und wuschelt durch Haare und Fünftagebart. Ist diesem Mann egal, was andere von ihm denken oder will er nur sehr entschieden diesen Eindruck vermitteln? Immerhin kehrt er in diesen Tagen aus einer langen Verbannung zurück. Nach Karrierephasen als gefährliches Sexsymbol ("Mad Max"), Kassenmagnet, Action-Spaßvogel ("Lethal Weapon"), Oscar-Regisseur ("Braveheart") und ultrachristlicher Geißelungsorgiast ("The Passion of the Christ") war er mehr als zehn Jahre lang eine unerwünschte Person in Hollywood.

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