TheaterHol's der Teufel

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„Kein Roman ohne mich, kein Mensch, keine Schöpfung“: Wiebke Puls als Teufel in „Meister und Margarita“ an den Münchner Kammerspielen.
„Kein Roman ohne mich, kein Mensch, keine Schöpfung“: Wiebke Puls als Teufel in „Meister und Margarita“ an den Münchner Kammerspielen. Armin Smailovic

Ein Jahrhundertroman, der die Bühne sprengt: Michail Bulgakows „Meister und Margarita“ ist an den Münchner Kammerspielen ein Spektakel von hohem Schauwert  – aber auch eine Enttäuschung.

Von Christine Dössel

Die Straßenbahn verspätet sich, das kommt schon mal vor. Dass dadurch jedoch eine ganze Theatervorstellung in eine Warteschleife gerät, das ist bei der Premiere von „Meister und Margarita“ an den Münchner Kammerspielen eine der vielen Absonderlichkeiten. Da verlässt der Schauspieler Martin Weigel, begleitet von einer Live-Kamera, das Theater und wartet an der Haltestelle unweit vom Haus auf die Bahn. Er spielt den Intendanten Berlioz, dem kurz zuvor auf der Bühne der Teufel voraussagte, ihm werde der Kopf abgetrennt. Wer den Roman von Michail Bulgakow kennt, weiß, dass dieser Berlioz – im Buch ist er ein hoher Literaturfunktionär – von der Straßenbahn überfahren und dabei tatsächlich enthauptet wird. Jetzt ist man als Zuschauerin natürlich gespannt, wie das wohl inszeniert wird. Zum Einsatz kommen soll ja offenbar die echte Straßenbahn. Linie 21. Endstation Westfriedhof.

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