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"Mein Leben" von Johann Gottfried Seume:Die Nation als Republik

Johann Gottfried Seume (Kreidezeichnung von Wilhelm von Kügelgen, um 1805)

Mehrmals wanderte Johann Gottfried Seume zwischen 1804 und 1806 nach Dresden. Mit dem Maler Gerhard von Kügelgen, der ihn dort im Jahr 1806 porträtierte, war er befreundet.

(Foto: oh)

Ein Epochenpanorama der Zeit um 1800, geschrieben vom berühmtesten Fußwanderer der deutschen Literatur: Johann Gottfried Seumes Autobiografie "Mein Leben" wurde erstmals ungekürzt ediert.

Von Gustav Seibt

Und nun" -mit diesen Worten bricht die Autobiografie Johann Gottfried Seumes ab, des berühmtesten Fußwanderers der deutschen Literatur. Er schrieb sie kurz vor seinem Tod 1810 und hatte mit ihnen erst sein zwanzigstes Lebensjahr erreicht, 1783. Damals kam er aus Nordamerika zurück, wo er mehr als ein Jahr im Dienste des englischen Königs im Krieg mit den Vereinigten Staaten gedient, wenn auch nicht mehr gekämpft hatte - der Krieg ging schon zu Ende, als Seume mit ein paar Hundert anderen deutschen Soldaten nach stürmischer Atlantikreise in der neuen Welt ankam.

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