Am auffälligsten waren die Hände. Nicht groß, aber kräftig. Er legte sie lässig über die Couchlehne beim Gespräch, sie hoben sich kurz, wenn er mal wieder lachend über eine eigene Anekdote mit den Schultern zuckte. Sie sahen nach jemandem aus, der natürlich Bücher schreiben, aber vor allem auch sehr gut ein Beet umgraben kann - und passten zur Gesamtanmutung von Meir Shalev.
Zum Tod von Meir ShalevDrama ohne Pathos
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Meir Shalevs Bücher erzählen immer auch Staatsgeschichte, so eng war sein Leben mit Israel verwoben. In den Tagen, in dem sein Land in einer Krise steckt, ist der Autor im Alter von 74 Jahren gestorben.
Von Lea Hampel
