Das muss man wohl ein Soft-Opening nennen, so dezent, als sollten die Kunsteingeweihten am besten unter sich bleiben. Çağla Ilk, die neue Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters, eröffnet ihre erste Spielzeit nicht mit Theater, sondern mit einer Installation des 88-jährigen türkisch-französischen Künstlers Sarkis, als wäre das Theater eine Dependance der in dieser Woche startenden Berlin Art Week. Jetzt stehen im leer geräumten Zuschauerraum diverse Holzkreuze auf einem riesigen Podest, darunter schlängeln sich bunte Neonröhren. Die spiegelbesetzte Drehbühne kreist gemächlich unter 43 Glocken unterschiedlicher Größe und Tonlage. Heiliger Bimbam.
TheaterWen will man mit diesem Programm erreichen?
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Die Installation des Künstlers Sarkis – eine Hommage an den polnischen Theateravantgardisten Tadeusz Kantor.
Foto: Andrea RossettiDas Berliner Maxim-Gorki-Theater hat eine neue Intendantin. Die eröffnet die Saison mit Walgesängen, Holzkreuzen und Aquarellritualen. Heiliger Bimbam!
Von Peter Laudenbach
