Max-Stern-Ausstellung:Blamage am Rhein

Lesezeit: 5 min

"Entrechtet und beraubt. Der Kunsthändler Max Stern"

Ausstellung Stadtmuseum Düsseldorf
2. September 2021 bis 30. Januar 2022

Der spätere Kunsthändler Max Stern als Student in Bad Nenndorf um 1926.

(Foto: Canada, Library and Archives, Max Stern fonds)

Fassadenhaft und durchaus auch beschämend: Wie Düsseldorf an einer Ausstellung über das Leben des vertriebenen Kunsthändlers Max Stern scheitert.

Von Catrin Lorch

Im Düsseldorfer Stadtmuseum hat gerade eine Ausstellung zum Leben des Kunsthändlers Max Stern eröffnet, der - weil er Jude war - in den Dreißigerjahren in der Stadt zunächst mit einem Berufsverbot belegt und dann in die Emigration getrieben wurde. Über London, wo er in die von seiner Schwester gegründete West's Galleries als Geschäftsführer mit einstieg, gelangte er nach Kanada und wurde dort zu einem der bedeutendsten Kunstvermittler der Nachkriegszeit. Mit diesem Max Stern scheint man sich am Rhein schwerzutun. Die Ausstellung, die jetzt nach Absage eines ersten Projekts vor drei Jahren eröffnete, stößt erneut auf Absagen und Kritik kanadischer Wissenschaftler, Provenienzforscher, Experten und sogar der Jewish Claims Conference. Problematisch sind ausstehende Restitutionen, sie belasteten schon beim gescheiterten ersten Versuch die Zusammenarbeit von Kuratoren und Wissenschaftlern. Und diese Probleme wurden offensichtlich nie ausgeräumt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Beautiful redhead with dog; single
Liebe und Partnerschaft
»Manche Menschen haben große Angst, allein zu sterben«
fremdgehen
Untreue
"Betrogene leiden unter ähnlichen Symptomen wie Traumatisierte"
Menopause
Große Krise oder große Freiheit?
Herfried Münkler im Interview
"Die fetten Jahre sind vorbei"
Arbeitskultur
Du bist nicht dein Job
Zur SZ-Startseite