Gladiatorenspiele in der Antike:„Statt völliger Enthemmung könnte es eher wie in der Oper gewesen sein.“

Lesezeit: 6 Min.

Der Legende nach bedeckte Kaiser Elagabal seine Dinnergäste mit so vielen Rosenblättern, dass sie daran starben: „The Roses of Heliogabalus“ von Sir Lawrence Alma-Tadema, 1888. Sammlung Juan Antonio Pérez Simón, Mexiko. (Foto: Lawrence Alma-Tadema/gemeinfrei via wikimedia)

Welchen Sinn hatten die brutalen Gladiatorenspiele in der Antike? Die Geschichtsprofessorin Mary Beard über die Faszination von Grenzüberschreitungen und autokratische Machterhaltung.

Interview von Johan Schloemann

Ein neuer Gladiatorenfilm im Kino, Donald Trump bald wieder im Weißen Haus – es gibt immer genug Gründe, mit Mary Beard zu sprechen. Die Althistorikerin, emeritierte Professorin in Cambridge, TV-Moderatorin, Bloggerin und Bestsellerautorin ist eine der bekanntesten Intellektuellen Großbritanniens. Ihr Buch „Die Kaiser von Rom“ ist jetzt auf Deutsch erschienen. Die SZ erreicht Beard per Video in Washington, D. C., wo sie gerade ein Forschungsjahr an der National Gallery of Art verbringt. 

Zur SZ-Startseite

SZ PlusHistorische Vergleiche
:Steht der Westen vor dem Ende?

Die Lust an Untergangsszenarien ist so groß wie die Angst davor. Wie sich der Sturz verhindern lässt, zeigen die Historiker Peter Heather und John Rapley am Gegenbeispiel Rom. Das macht Hoffnung.

Von Gustav Seibt

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: