April 1945, in der Nähe von Wien. Ein Gendarm wird erschossen, weil er sich defätistisch geäußert haben soll, sein Kollege wird gezwungen, sich am Erschießungskommando zu beteiligen. Ein Mann, der vor den Bomben in einen Unterschlupf geflüchtet ist, wird umgebracht, weil er sich angeblich vor dem Kampf gegen die anrückenden Russen drücken wollte. Und da ist noch dieser 17-Jährige. Er irrt auf der Suche nach seiner Familie durch die Gegend, wird von Hitlerjungen aufgegriffen und von einem Standgericht als Deserteur zum Tode verurteilt. Als der Junge zum Exekutionsplatz geführt wird, reißt er sich los und klammert sich voller Angst und Verzweiflung an den HJ-Oberbannführer. Der zieht daraufhin seine Waffe und tötet ihn.
„Die letzten Tage“Standgericht im Urlaubsort
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Kurz vor der Kapitulation ermordeten die Nazis noch einmal besonders viele Menschen. Auch 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist das nicht bekannt genug. Martin Prinz zeigt es in seinem Roman am Beispiel eines Ortes in den Ostalpen.
Von Verena Mayer
