LiteraturEin Dackel der Geschichte

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Er „empfinde Authentizität nicht als Faktor, der für die Literatur eine Rolle spielt“, sagt der 1988 in Wien geborene Schriftsteller Marko Dinić.
Er „empfinde Authentizität nicht als Faktor, der für die Literatur eine Rolle spielt“, sagt der 1988 in Wien geborene Schriftsteller Marko Dinić. (Foto: Apollonia Theresa Bitzan/Apollonia Theresa Bitzan)

Noch immer sind so viele Schicksale des 20. Jahrhunderts nicht erzählt. Aber die Geister der Erinnerung leben unter uns, zeigt der Schriftsteller Marko Dinić – in seinem beeindruckenden Roman „Buch der Gesichter“ und bei einem Spaziergang in Wien.

Von Verena Mayer

Marko Dinić will einem erst etwas zeigen, bevor er über sein Buch spricht. Der Schriftsteller biegt vom Treffpunkt am Wiener U-Bahnhof Rochusgasse nach links ab, geht durch enge Gassen und am Hundertwasserhaus vorbei, der so bunten wie absichtsvoll deformierten Architektur des Künstlers Friedensreich Hundertwasser, der nur dank glücklicher Zufälle den Holocaust überlebt hat. Man fragt sich, ob es Bedeutung hat für Dinić, dessen aktueller Roman unter anderem vom Schicksal der Wiener Juden während der NS-Zeit handelt. Dinić sagt nur, dass dieses Viertel voller Geschichte sei, und läuft weiter.

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