Marina Abramović:Was bleibt, wenn man stirbt?

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7 Death of Maria Callas

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic bei einer Probe für das Stück "7 Death of Maria Callas".

(Foto: Sven Hoppe / dpa)

In ihrem neuen Stück an der Staatsoper inszeniert die Performance-Ikone Maria Abramović sieben Tode. Warum sie früher die Oper gehasst hat, wie ihre Mutter sie geprägt hat und warum es ihr nie darum ging, glücklich zu werden.

Interview von Rita Argauer

Man glaubt es kaum, aber die 1946 in Belgrad geborene, legendäre Hardcoreperformerin Marina Abramović ist ein sehr lustiger Mensch. Und sie kann gut erzählen. Von Gurken und von ihrem Kleiderschrank, in dem fast nur schwarze Klamotten sind, was es schwierig mache, das jeweils gewünschte Kleidungsstück zu finden. Oder von ihrer militärischen Mutter, die die Polizei geholt habe, als sie mit 29 Jahren abends ausgegangen war. In ihren Performances aber dominiert eine beinahe ebenso militärische Rigorosität. Getrieben vom unerbittlichen Anspruch an sich selbst, den sie auf andere überträgt. An der Bayerischen Staatsoper wird am heutigen Dienstag ihr Stück "7 Deaths of Maria Callas" uraufgeführt. Ursprünglich nur vor 200 Zuschauern, nun, nach einem Beschluss des Kunstministeriums mit der Staatskanzlei, dürfen 500 Gäste kommen. Dieses Pilotprojekt soll zunächst für vier Wochen laufen.

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