Holocaust in der Ukraine:An der Schlucht

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Am Ende der Auseinandersetzung mit dem Massaker sei ihr Haar grau gewesen: Die ukrainische Schriftstellerin Marianna Kiyanovska 2023 am Wissenschaftskolleg zu Berlin. (Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz/Wissenschaftskolleg/Suhrkamp Verlag)

Die ukrainische Lyrikerin Marianna Kijanowska hat einen Gedichtband über das Massaker in Babyn Jar geschrieben. Ein ungeheuerliches Werk.

Von Sonja Zekri

Im September 1941 ermordete ein nationalsozialistisches Sonderkommando mit Unterstützung der Wehrmacht und ukrainischer Hilfspolizisten in einer Schlucht bei Kiew innerhalb von nur zwei Tagen 34 000 Juden, vor allem Alte, Frauen und Kinder. Es ist die schiere Geschwindigkeit, die enorme physische Anstrengung, die die Nazis an den Tag legten, die die Massenerschießung in der Schlucht von Babyn Jar von anderen Massakern unterschied. Babyn Jar wurde zum Symbol auf der ganzen Welt, im Land der Täter allerdings erst spät und im Land der Opfer aus ganz anderen Gründen eher noch später.

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