Die Farben auf Maria Jaremas Bildern wirken oft blass, das Papier vergilbt, brüchig. Dabei sind diese Werke nicht so alt, sie stammen aus den Dreißigern oder Vierzigern des vergangenen Jahrhunderts. Vielleicht hat Jarema nicht gern mit Öl auf Leinwand gemalt, vielleicht mochte sie die zarteren, leichteren Aquarell- und Kreidefarben. Sicher aber fehlte ihr ein Atelier, in dem die stinkende Ölfarbe trocknen konnte, und wohl auch das Geld für teure Materialien. Ihre Hauptschaffenszeit fiel in die Dreißigerjahre und in die Kriegsjahre unter der mörderischen deutschen Besatzung Polens. Manche ihrer Skizzen entstanden verstohlen an Kaffeehaustischen.
PolenImmer noch wütend
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Polen entdeckt die Malerin und Frauenrechtlerin Maria Jarema neu, fast 70 Jahre nach ihrem Tod. Für die Machos unter den Mächtigen: eine Provokation. Dass ihre Schau bald nach München kommt: ein großes Glück.
Von Viktoria Großmann, Warschau
