Marco Rubios Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz war durchdacht und hintergründig. Auf die erste Erleichterung – keine Aufkündigung des transatlantischen Bündnisses! – folgten Close Readings, die ernüchterten. Das Beistandsversprechen des Artikels 5 der Nato-Verträge wurde nicht ausdrücklich bekräftigt. Überhaupt fehlte neben der Anrufung amerikanischer Stärke, der sich Europa anschließen solle, viel von der diplomatischen Deutlichkeit in konkreten Fragen – vor allem zu Russland und der Ukraine –, die man von einem Außenminister hätte erhoffen können. Mehr amerikanische Dominanz, weniger Wechselseitigkeit: So soll es künftig im Bündnis weitergehen, das war die Ansage.
Münchner SicherheitskonferenzDer Westen, den er meint
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US-Außenminister Rubio sprach in München leidenschaftlich über die „westliche Zivilisation“. Das rührte einige. Nur zur Klarstellung: Er hält es ersichtlich mit dem Geschichtsbild von Mel Gibson, es geht da weniger um die Werte der französischen Aufklärung.
Essay von Gustav Seibt

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