Mainz:Weg frei für römische Präsentation in der Steinhalle

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Mitarbeiter und Abgeordnete des Landtags Rheinland-Pfalz gehen durch die Steinhalle des Landesmuseums. (Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv)

Eher als bisher geplant kann das Landesmuseum Mainz wieder frei über die historische Steinhalle verfügen. Die Stadt Mainz erklärte am Dienstag ihren Verzicht...

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Mainz (dpa/lrs) - Eher als bisher geplant kann das Landesmuseum Mainz wieder frei über die historische Steinhalle verfügen. Die Stadt Mainz erklärte am Dienstag ihren Verzicht auf den bislang bis 2024 vorgesehenen Standort für Stadtratssitzungen. Die Steinhalle wurde von 2016 bis Anfang 2021 als Zwischenlösung für Plenarsitzungen des Landtags genutzt.

„Das Landesmuseum Mainz wird ein neues, zeitgemäßes Konzept bekommen“, sagte der für die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und damit für die Landesmuseen zuständige Innenminister Roger Lewentz (SPD). „Die Steinhalle wird ein wichtiger Teil dieser künftigen Nutzung sein.“ Bei der Erstellung des neuen Museumskonzepts mit inhaltlichen, räumlichen, gestalterischen und baulichen Anforderungen werde die GDKE ab kommendem Jahr von einem Büro unterstützt, das noch ausgewählt werden müsse.

Die Steinhalle diente vor der Nutzung als Plenarsaal der Präsentation römischer Steindenkmäler - in einer ähnlichen Aufstellung wie in der Antike. Nördlich der Alpen gebe es keine vergleichbare Präsentation lateinischer Inschriften, erklärte die Archäologin Ulrike Ehmig. Zu den Plänen für ein künftiges Konzept gehört der Vorschlag, die Steindenkmäler so zu zeigen, das deutlich wird, warum die Zeugnisse der Antike bis heute gesellschaftlich relevant sind.

„Es gibt in Mainz über die Steinhalle hinaus Orte, an denen der Rat der Landeshauptstadt zu seinen Sitzungen zusammenkommen kann“, teilte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) mit. „Die Landeshauptstadt Mainz möchte einer vom Land Rheinland-Pfalz angedachten oder gewünschten Entwicklung der Steinhalle nicht im Wege stehen.“

Ursprüngliche Pläne des Landtags, in der Steinhalle mitsamt dem zurzeit dort befindlichen Plenargestühl eine Art „Demokratielabor“ für Veranstaltungen einzurichten, stießen auf Kritik in der Zivilgesellschaft. Ein neu gegründeter Bürgerrat Steinhalle und die Initiatoren einer Online-Petition forderten, die ehemalige kurfürstliche Reithalle dem Museum wieder vollständig zur Verfügung zu stellen.

© dpa-infocom, dpa:211221-99-462392/5

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