KulturveranstaltungenMit Flip-Flops in die Oper

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Vom Campingplatz in die Scala? Das ist erlaubt, nur bitte Hose und vielleicht auch Schuhe wechseln.
Vom Campingplatz in die Scala? Das ist erlaubt, nur bitte Hose und vielleicht auch Schuhe wechseln. (Foto: IMAGO/Jaap Arriens/NurPhoto)

Oder mit Shorts zur Schauspielpremiere? Das ist längst kein Fauxpas mehr. Die Mailänder Scala verweigert Menschen in diesem Outfit nun den Zutritt. Zu Recht? Überlegungen zur angemessenen Event-Kleidung.

Von Alexander Menden

Liest man das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsfest aus dem Matthäusevangelium, kommen einem die darin beschriebenen Maßnahmen ziemlich harsch vor: Ein König lädt Gäste zur Hochzeit seines Sohnes ein, die Eingeladenen wollen aber nicht kommen und bringen lieber die Boten des Königs um, der daraufhin postwendend die Gäste umbringen, ihre Häuser niederbrennen und ersatzweise irgendwelche Menschen von der Straße zum Hochzeitsmahl einladen lässt. Als der König dann die Gäste inspiziert und einen sieht, der kein „hochzeitliches Gewand“ anhat, als dieser Gast dann zu allem Überfluss diesen Mode-Fauxpas nicht mal erklären kann oder will, endet das Ganze so: „Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die äußerste Finsternis! Da wird sein Heulen und Zähneklappern. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“

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