Maggie O’Farrell hat sich mit einer Tasse heißer Suppe vor ihren Monitor zu Hause in der Nähe von Edinburgh gesetzt. Keine Zeit zum Essen gerade, sagt sie, der Interview-Marathon für ihren neuen Roman „Land“ hat begonnen. Es ist ein Epos über das Weiterleben einer Familie nach der katastrophalen Hungersnot in Irland Mitte des 19. Jahrhunderts. Die irische Autorin ist 54 Jahre alt und schreibt seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Bücher. Ihr bislang größter kommerzieller Erfolg war die Filmadaption ihres Romans „Judith und Hamnet“, für die sie mit der Regisseurin Chloé Zhao das Drehbuch entwickelte. „Hamnet“ war für acht Oscars nominiert, Jessie Buckley wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Literatur„Über das Leben schreiben heißt auch, über den Tod zu schreiben“
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In „Judith und Hamnet“ erzählt Maggie O’Farrell vom Verlust eines Kindes, die Verfilmung des Romans war für acht Oscars nominiert. Auch in ihrem neuen Buch „Land“ geht es um Abschiede. Ein Gespräch über die oft brutale Geschichte ihrer Heimat Irland.
Interview von Christiane Lutz
