Während manche Opfer der Amokfahrt von Magdeburg noch um ihr Leben ringen, ist die Schlacht um die politische Deutungshoheit bereits voll im Gange. Manche Beiträge auf der Plattform X weisen schon fast genüsslich auf die AfD-Unterstützung Taleb al-A.s hin und dessen Schwärmen für den niederländischen Islamgegner Geert Wilders. Andere, wie die Kulturkrieger der Schweizer Weltwoche, ätzen, dass die Tat zu einem Ereignis umgedeutet werde, das zwangsläufig in einer „Demo gegen rechts“ enden müsse, es folgen die Worte „Selbsthass“ und der „Altar des Multikulturalismus“, auf dem die Landsleute geopfert würden. Die Tat sei nicht Ergebnis einer rechten Ideologie, sondern einer linken – nämlich als Folge der Migrationspolitik.
Attentäter von Magdeburg„Umsteiger, nicht Aussteiger“
Lesezeit: 3 Min.

Die Frage nach dem Motiv des Attentäters beschäftigt die Menschen in Magdeburg, die vor der Johanneskirche Blumen und Kerzen hinterlassen.
Christoph Soeder/dpaFerndiagnosen sind immer schwierig, doch der Psychologe Ahmad Mansour erkennt beim Attentäter von Magdeburg autoritäre Denkmuster – ein Phänomen, das Religionsaussteiger verbindet.
