"Macbeth" in BerlinDie Gesänge der schönen Mörderin

Lesezeit: 3 Min.

Anna Netrebko, Plácido Domingo und Daniel Barenboim bringen Giuseppe Verdis "Macbeth" an der Berliner Staatsoper heraus.

Von Wolfgang Schreiber

Giuseppe Verdi hatte offenbar schon 1848 geahnt, nachdem er mit "Macbeth" seine erste Shakespeare-Oper herausgebracht hatte, dass Anna Netrebko die Idealbesetzung sein würde für die Lady Macbeth. Skeptisch äußert er sich über die damalige Protagonistin Eugenia Tadolini und scheint dabei schon an Netrebko gedacht zu haben: Sie "verfügt über zu hohe Qualitäten, um die Rolle zu singen". Sie sei zwar "eine stattliche, schöne Erscheinung", doch "ich möchte die Lady Macbeth ungestalt und hässlich haben". Sie singe "vollendet, und ich möchte, dass die Lady überhaupt nicht singt". Sie müsse "eine raue, erstickte, hohle Stimme haben".

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