bedeckt München 20°

"Macbeth" in Berlin:Die Gesänge der schönen Mörderin

Feldherr Macbeth (Plácido Domingo) mit Gattin (Anna Netrebko).

(Foto: Bernd Uhlig)

Anna Netrebko, Plácido Domingo und Daniel Barenboim bringen Giuseppe Verdis "Macbeth" an der Berliner Staatsoper heraus.

Von Wolfgang Schreiber

Giuseppe Verdi hatte offenbar schon 1848 geahnt, nachdem er mit "Macbeth" seine erste Shakespeare-Oper herausgebracht hatte, dass Anna Netrebko die Idealbesetzung sein würde für die Lady Macbeth. Skeptisch äußert er sich über die damalige Protagonistin Eugenia Tadolini und scheint dabei schon an Netrebko gedacht zu haben: Sie "verfügt über zu hohe Qualitäten, um die Rolle zu singen". Sie sei zwar "eine stattliche, schöne Erscheinung", doch "ich möchte die Lady Macbeth ungestalt und hässlich haben". Sie singe "vollendet, und ich möchte, dass die Lady überhaupt nicht singt". Sie müsse "eine raue, erstickte, hohle Stimme haben".

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Coronavirus - Frankfurt/Main
Corona-Soforthilfe
Ein Mann, 91 Anträge und ein Millionenbetrug
Loslassen
Psychologie
Wie man es schafft, endlich loszulassen
Plate with ready-to-eat Black Forest cake PPXF00315
Abnehmen
Warum Intervallfasten nicht funktioniert
Tokyo
Corona-Pandemie
Was wir von Asien lernen können
Laura Malina Seiler
Alles so wundervoll
Zur SZ-Startseite