LiteraturVom Wert des einzelnen Lebens

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Der Stasi-Offizier, der sie observierte, fand wegen ihrer Reden zum christlichen Glauben: die Schriftstellerin Helga Schubert.
Der Stasi-Offizier, der sie observierte, fand wegen ihrer Reden zum christlichen Glauben: die Schriftstellerin Helga Schubert. (Foto: Eddy Zimmermann / Rabauke Filmproduktion)

Die Schriftstellerin Helga Schubert hat den größten Teil ihres Lebens in der DDR verbracht, einem Staat, der von ihr nichts wissen wollte. Im Alter von 85 Jahren erlebt sie gerade eine sagenhafte Renaissance. Ihr neues Buch versammelt Texte aus 60 Jahren.

Von Gustav Seibt

Ein Buch wie ein Testament, so liest sich die neue Sammlung von Texten aller Art, die Helga Schubert jetzt im Alter von 85 Jahren vorlegt. Nicht ihres hohen Alters wegen, das die Autorin freimütig zur Sprache bringt, sondern wegen der im Vorwort formulierten Hoffnung, dieses Buch möge zu allen Generationen sprechen: zu Menschen am Anfang des Erwachsenenlebens, Menschen mitten im Berufs- und Familienleben, zu Sechzig- bis Siebzigjährigen und sogar „Menschen meiner Generation“. Sie alle, auch die Ältesten, sollen an einem Lebensbeispiel sehen: „Es gibt immer einen Ausweg in eine Rettung, es gibt immer einen Übergang in eine vorher unsichtbare unvorstellbare Lösung.“

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