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Zum Tod von Little Richard:Der große Pan ist tot

Der Hohepriester des Kreischgesangs: Little Richard performs bei einem Auftritt in Frankreich im Jahr 2006.

(Foto: AFP)

Keiner machte es so deutlich wie Little Richard, dass Pop der reine Schund ist und genau deshalb himmelhochjauchzendes Entzücken. Seine Songs bleiben ewiges Weltkulturerbe.

Der Rock'n'Roll starb schon vor sechzig Jahren seinen frühen Tod. Ob es auf einem Schiff war oder in einem Flugzeug, weiß keiner mehr, aber es war der Hohepriester des Kreischgesangs, der aus heiterstem Himmel und vor Zeugen dem Teufelszeug absagte, das er so lange selber verbreitet hatte. Und er warf all seine Halsketten, seine Armreife, seine goldenen Ringe, warf all seine irdischen Besitztümer ins tiefe, tiefe Meer. Nie wieder, so schwor er, wolle er sich mit diesem gotteslästerlichen Zeug abgeben, nie wieder in dem Ruhm baden, der ihm diesen glitzernden Tand eingebracht, nie wieder wollte er Little Richard sein, monstre sacré der allerheiligsten Musik, die je auf Gottes liebem Erdboden erklungen, nur noch Pfarrer Penniman.

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