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Literaturrätsel:Wie sie alle lustig sind

13 Vögel der Weltliteratur waren bei unserem Sommerrätsel aus der Wochenendausgabe von 3./4. August zu erraten. Hier kommt die Lösung.

Der Lösungssatz des großen Sommerrätsels von Burkhard Müller, das in der Wochenend-Ausgabe der SZ vom 3./4. August zu finden war, lautet "Wie sie alle lustig sind flink und froh sich regen". Das ist der Anfang der zweiten Strophe des Liedes "Alle Vögel sind schon da" (Text: Hoffmann von Fallersleben), die so weitergeht: "Amsel, Drossel, Fink und Star". Genau diese Vögel waren aber nicht zu erraten in diesem Literaturrätsel, sondern die Folgenden. Die gefetteten Wörter führten jeweils zur Lösung.

Die Elster kommt im " Parzival" von Wolfram von Eschenbach vor. Der elsternhaft gescheckte Mischling ist Parzivals Halbbruder Feirefiz; für das musikalische Nachleben des Epos hat Richard Wagners Oper gesorgt.

Der Anfang des Gedichts "Die Kinderdiebin" von Gertrud Kolmar geht so: "Der Häher schreit, will die nestjunge Brut."

Die wilde Graugans spielt eine wichtige Rolle in " Nils Holgersson" von Selma Lagerlöf.

"Die Möwen sehen alle aus,/als ob sie Emma hießen" behauptete Christian Morgenstern in seinem "Möwenlied" und schloss: "O Mensch, du wirst nie nebenbei/der Möwe Flug erreichen. / Wofern du Emma heißest, sei/zufrieden, ihr zu gleichen."

Die Eule wählte sich Ingeborg Bachmann als Vogelgefährtin. Die Göttin mit der Eule ist Athene respektive Minerva, der Philosoph G.W.F. Hegel. Der Bachmann-Preis wird in Klagenfurt vergeben.

Ein Rabe ist der Titelheld von Wilhelm Buschs "Hans Huckebein". Dessen anderes Werk ist natürlich "Max und Moritz".

Zum langbeinigen Storch macht der Zauberer im Märchen "Kalif Storch" von Wilhelm Hauff den Kalifen und den Großwesir.

Die Schwalbe ist der Sehnsuchtsvogel in dem Roman " Kirschholz und alte Gefühle" von Marica Bodrožić. Das Dorf, in das Mutter und Sohn nicht zurückkönnen, liegt im ehemaligen Jugoslawien.

Phönix heißt der Sagenvogel in einer Short Story von Sylvia Townsend Warner.

In einen Wiedehopf verwandelt sich König Tereseus in den " Metamorphosen" des Ovid, die beiden Schwestern, Prokne und Philomele in Schwalbe und Nachtigall.

Knäkente heißt der bis in den Tod getreue Vogel in der Novelle "Liebe" von Guy de Maupassant.

Alfred Brehm hat in "Brehms Tierleben" auch den Kuckuck beschrieben.

"Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die eben jetzt dei banges Ohr durchdrang" lauten die berühmten Verse aus "Romeo und Julia" von William Shakespeare. Der "Balkon der Julia" befindet sich in Verona.

Aus allen Einsendungen wurden Gretel Heyland aus Unterhaching, die Rategemeinschaft von Claudia Knoblauch aus Hamburg und Wolfgang Kloberdanz aus Detmold als Gewinner ausgelost.