Literaturmesse LeipzigZukunftsgespräche

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Nach der umstrittenen Absage der Leipziger Buchmesse lädt die Bundes- und Landespolitik die Buchbranche zu einem "Zukunftsgespräch" ein. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärten am Montag einhellig, dass die Umstände der Absage der Messe viele Fragen aufwürfen - zumal fast zeitgleich Messen in London und Bologna oder auch das Lesefestival Lit.Cologne stattfänden. An dem Gespräch sollen der Börsenverein des deutschen Buchhandels, die Verantwortlichen der Leipziger Messe sowie Vertreter und Vertreterinnen großer Verlage teilnehmen.Von der Leipziger Buchmesse seien wichtige Impulse für die deutsche Gegenwartsliteratur, aber auch für internationale Verbindungen Deutschlands ausgegangen. "Wir haben deren Absage für dieses Jahr durch die Messeverantwortlichen zur Kenntnis genommen. Dabei darf es mit Blick auf das nächste Jahr nicht bleiben", teilten Roth und Kretschmer mit.Die Leipziger Messe hatte die Buchmesse in der vorigen Woche für 2022 abgesagt - und dies damit begründet, dass sich zu viele vor allem große Verlage gegen eine Teilnahme im März entschieden hatten.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels begrüßte am Montag den Vorstoß von Roth und Kretschmer. "Die Einladung zum Gespräch ist ein positives Signal, und wir nehmen sie gerne an", erklärte Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs. "Wir begrüßen es, dass die Politik ein großes Interesse an der Leipziger Buchmesse und am Buchmarkt zeigt."

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