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Literatur:Tukan-Preis für Susanne Röckel

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Susanne Röckel erhält für ihren Roman "Der Vogelgott" den Tukan-Preis der Stadt. Er ist mit 6000 Euro dotiert und wird jährlich für eine herausragende literarische Neuerscheinung eines Münchner Autors verliehen. "Susanne Röckel gelingt mit dem ,Vogelgott' ein auch sprachlich eindringlicher, spannungsreicher Roman", heißt es in der Begründung der Jury, der der Kulturausschuss des Stadtrats gefolgt ist. "Motivisch dicht verwobene Kapitel fügen sich zu einem raffinierten Erzählgewebe, bei dem das Unheimliche, die Urängste und das Verschwinden im Mittelpunkt stehen. Souverän bedient sich Susanne Röckel dabei aus dem Fundus der Schauerromantik, des phantastischen Realismus und kafkaesker Topoi."

Röckel, Jahrgang 1953, studierte Germanistik und Romanistik in Berlin und Paris, arbeitete als Lehrerin und Lektorin. Ihr literarisches Werk umfasst Romane und Erzählungen, darunter "Palladion", "Eschenhain", "Vergessene Museen" und "Rotula". Bereits für ihr Buch "Chinesisches Alphabet - Ein Jahr in Shanghai" hat sie 1999 den Tukan-Preis bekommen. "Der Vogelgott" ist im März im Verlag Jung und Jung erschienen. Die Ehrung findet am 5. Dezember um 19 Uhr im Literaturhaus statt.

© SZ vom 13.10.2018 / blö

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