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Literatur:Ortlos, nicht wortlos

Seit mehr als 50 Jahren lebt Said in München im Exil; in seinem neuen Gedichtband sucht der in Teheran geborene Lyriker die "Schönheit der Zerrüttung".

(Foto: Stephan Rumpf)

Der deutsch-iranische Lyriker Said über den Rückert-Preis, neue Gedichte und seine Exilfähigkeit

Von Antje Weber

Mit jeder Sprache mehr, die du erlernst, befreist / Du einen bis daher in dir gebundnen Geist", schrieb der Dichter Friedrich Rückert im 19. Jahrhundert. Diese Verse zitierte der Dichter Said vor wenigen Wochen in einer Rede in Schweinfurt, und er tat es nicht nur, weil er dort den Friedrich-Rückert-Preis verliehen bekam und man bei so einer Gelegenheit eben ein paar nette Worte über den Namensgeber fallen lässt. Nein, Said hat sich mit diesem nordbayerischen Dichter, Sprachgelehrten und Übersetzer, dessen 150. Todestag in diesem Jahr in seinem Geburtsort Schweinfurt auch mit einer Ausstellung gewürdigt wurde, tatsächlich immer wieder beschäftigt. "Rückert hat vieles geleistet", sagt Said, er habe Brücken zwischen Orient und Okzident gebaut, "er war ein Freigeist".

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