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Literatur:Handeln statt warten

Die junge Münchner Autorin und Filmemacherin Jovana Reisinger ist umtriebiger als ihre Figuren

Von Anna Steinbauer

"Ich fand die Rolle der wartenden Frau immer schon schlimm": Die Autorin, Filmemacherin und HFF-Studentin Jovana Reisinger vor dem Münchner Literaturhaus.

(Foto: Tanja Kernweiß)

Mit dieser Frau möchte man nicht gerne tauschen. Ihr desolat-depressives Dasein besteht nur aus Warten. Warten auf ihren Mann, der alles richtet und ihr sagt, was sie zu tun hat. Zwischendurch schaut sie sich Tierdokus an und schluckt ein paar Pillen. Die namenlose Protagonistin aus Jovana Reisingers Debütroman "Still halten" befindet sich in einem Stadium der "einsamen Verwahrlosung", wie es im Buch heißt. Reisinger sagt: "Ich wollte von einer Frau erzählen, die am Ende ist und dann so richtig ans Ende kommt."

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