Literatur Georg-Büchner-Preis geht an Terézia Mora

Terézia Mora bekommt den diesjährigen Georg-Büchner-Preis verliehen.

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Terézia Mora erhält in diesem Jahr die renommierteste Literaturauszeichnung Deutschlands. Sie treffe schmerzlich den Nerv der Zeit, so die Jury-Begründung.

Die Schriftstellerin Terézia Mora erhält den diesjährigen Georg-Büchner-Preis. Das gab die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt bekannt. "In ihren Romanen und Erzählungen widmet sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit", begründete die Jury ihre Entscheidung. Schonungslos nähme sie "die Verlorenheit von Großstadtnomaden in den Blick und lotet die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus". Der Preis wird Mora am 27. Oktober 2018 in Darmstadt verliehen.

Schon 1999 wurde der in Ungarn geborenen Schriftstellerin für einen Auszug aus ihrem Debüt "Seltsame Materie" der Bachmann-Preis verliehen. Heute lebt Mora, deren Familie der deutschsprachigen Minderheit in Ungarn angehört, in Berlin.

Der mit 50 000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung Deutschlands. Zu den vorherigen Preisträgern gehörten unter anderem Erich Kästner (1957), Heinrich Böll (1967), Wolf Biermann (1991) und Brigitte Kronauer (2005). Im vergangenen Jahr erhielt der Lyriker Jan Wagner die Auszeichnung.