Roxane Gay:"Wir müssen ja nicht jedem gefallen"

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Schriftstellerin Roxane Gay. (Foto: Reginald Cunningham)

Die amerikanische Autorin Roxane Gay ist bekannt für ihre Essays über Feminismus, Popkultur, sexuelle Gewalt und Rassismus. Ein Gespräch über "schwierige Frauen".

Interview von Julia Rothhaas

Man müsse nicht mutig sein, um zu schreiben. Sondern nur anerkennen, dass es einem Angst einjagt - und es dann trotzdem tun, findet Roxane Gay. Dass die amerikanische Autorin und Literaturprofessorin diese Schwelle selbst immer wieder übertritt , beweist sie in ihren zahlreichen, oft sehr persönlichen Essays, die sie regelmäßig für die New York Times und den Guardian verfasst. Gay, Jahrgang 1974, schreibt vor allem über die Themen, die ihr als schwarze, queere Feministin besonders am Herzen liegen. Außerdem war sie Mitautorin des Marvel-Comics "World of Wakanda", die Vorlage für den Hollywood-Blockbuster "Black Panther". Nach ihrer Essay-Sammlung "Bad Feminist" und ihren Memoiren "Hunger" ist nun ihr Buch "Schwierige Frauen" auf Deutsch erschienen - Geschichten darüber, dass es die eine richtige Art des Frauseins nicht gibt. Für das Gespräch ist Roxane Gay über Video aus New York zugeschaltet, im Hintergrund dreht gerade ihr Hund Max durch. Ein Handwerker sei im Haus, entschuldigt Gay das Dauerkläffen. Der Hund möge einfach keine Männer.

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