Literatur aus Russland:"Menschen sind nicht treu!"

Lesezeit: 6 min

Literatur aus Russland: Vitaly Malkin hasst Hollywoodfilme und ihre blöden Happy Ends. Im letzten Kapitel seines Buchs „Gefährliche Illusionen“ polemisiert er gegen die Verteufelung der Onanie.

Vitaly Malkin hasst Hollywoodfilme und ihre blöden Happy Ends. Im letzten Kapitel seines Buchs „Gefährliche Illusionen“ polemisiert er gegen die Verteufelung der Onanie.

(Foto: Wolff Verlag)

Der russische Oligrach Vitaly Malkin hat ein Buch geschrieben, in dem er die Vernunft feiert. Ein Besuch in Monaco, wo der Russe im Odeon Tower residiert.

Von Juliane Liebert

Vitaly Malkin erinnert sich nicht an das letzte Mal, dass er sich etwas nicht leisten konnte, was er wollte. Finanziell? Menschlich? Das will er wissen. Mit 16 war er mal verliebt, in eine 19-Jährige, die schon verheiratet war, sagt er, aber das sei ja nicht "leisten können". Er denkt noch ein Weilchen nach, dann setzt er sich im Stuhl zurecht und gibt auf. Vitaly Malkin ist ein russischer Oligarch, sein Geld machte er während der Jelzin-Jahre. Er hat ein Buch geschrieben, das erste von vier geplanten Büchern, deswegen gibt er Interviews. Das Buch ist ihm wichtig. Er nimmt sich Zeit für die Journalisten, lädt sie zu sich ein, nach Moskau, nach Monaco.

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