Theater„Ich habe meine Meldeadresse sperren lassen“

Lesezeit: 7 Min.

Çağla Ilk und Matthias Lilienthal im Maxim-Gorki-Theater.
Çağla Ilk und Matthias Lilienthal im Maxim-Gorki-Theater.
Foto: Ludwig Nikulski

Zwei neue Intendanten für Berlin: Matthias Lilienthal startet an der Volksbühne und Çağla Ilk am Gorki-Theater. Ein Gespräch über Spardruck, Angriffe von rechts außen und die Frage, ob Kunst trotzdem noch Spaß macht.

Interview von Peter Laudenbach und Christiane Lutz

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Ein paar Tage vor Saisonbeginn sieht es im Berliner Maxim-Gorki-Theater ein wenig aus wie auf einer Baustelle. Çağla Ilk, die neue Intendantin, führt durch den Zuschauerraum mit dem herausgerissenen Parkett. Der türkische Künstler Sarkis wird hier eine große Installation zeigen, eine Hommage an den polnischen Theateravantgardisten Tadeusz Kantor. Matthias Lilienthal, der neue Intendant der Berliner Volksbühne, stößt zum Gespräch dazu: Er hat mit seinem „Volksbad“ schon einen turbulenten Saisonstart hinter sich. Für beide ist ihre Intendanz auch eine Rückkehr: Lilienthal war in den 1990er-Jahren Chefdramaturg an Frank Castorfs Volksbühne, Ilk hat bis 2020 als Kuratorin unter der Intendanz ihrer Vorgängerin Shermin Langhoff am Gorki-Theater gearbeitet. Die Stimmung beim Gespräch: Hier geht etwas Neues los, trotz der schwierigen kulturpolitischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

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