Wer sich ernsthaft dafür interessiert, wie ein Liedermacher eigentlich so seine Tage verbringt, muss nur auf die Website der Bundesagentur für Arbeit gehen. Denn dort – kein Scherz – wird die Gattung als offizielles Jobprofil geführt. „Liedermacher/innen verfassen Texte, komponieren die passende Musik und vertonen ihre Werke“, steht da im Kurzüberblick. „Sie sind beispielsweise Geschichtenerzähler/innen, Mundart-Sänger/innen, gesellschaftskritische und politische Sänger/innen oder tragen humoristische bis ironische Lieder vor.“ Dafür, dass Künstler von sich selbst ja immer sagen, man dürfe sie „in keine Schublade stecken“, ist das doch präzise.
Liedermacher-SzeneHemd und Herz weit offen
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Sensible Rechthaber, wilde Poeten: Vom Fein- und Softgefühl Konstantin Weckers und der deutschen Liedermacherzunft. Vor allem sich selbst gegenüber.
Von Joachim Hentschel
