Lichtenau„Latein. Tot oder lebendig?“: Sprach-Zeitreise in Lichtenau

Ein lateinischer Text („Silentium Strictum“), auf einer Tafel geschrieben, ist Teil der Ausstellung „Tot oder lebendig?“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.
Ein lateinischer Text („Silentium Strictum“), auf einer Tafel geschrieben, ist Teil der Ausstellung „Tot oder lebendig?“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Friso Gentsch/dpa

Latein gilt als tote Sprache und Schülerschreck, ist aber im Alltag bis heute überall stark präsent: In der Sonderausstellung "Latein. Tot oder lebendig?", die...

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Dalheim (dpa) - Latein gilt als tote Sprache und Schülerschreck, ist aber im Alltag bis heute überall stark präsent: In der Sonderausstellung „Latein. Tot oder lebendig?“, die an diesem Freitag im westfälischen Lichtenau startet, werden Aufstieg und Fall des Lateinischen seit der Antike und dessen aktuell weiter große Bedeutung auf unterhaltsame Weise im Kloster Dalheim gezeigt. Bei einer spannenden Sprachreise durch gut 2000 Jahre begegnet man Promis des Römischen Reichs und des Mittelalters, trifft auch auf den widerspenstigen Comic-Gallier Asterix. Es gibt ein Latein-Quiz, einen inszenierten römischen Mini-Supermarkt und rund 200 Exponate, darunter wertvolle Schriften.

Das Lateinische sei „quicklebendig“, sagte der Direktor des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur, Ingo Grabowsky, bei einer Vorpräsentation am Mittwoch. Latein war lange Verkehrssprache des Römischen Reiches, geriet im Mittelalter als „Sprache ohne Volk“ in die Krise, bevor Frankenkönig Karl der Große (747-814) sie mit einer Bildungsreform in seinem Großreich „rettete“. Nach weiterem Auf und Ab sei das Lateinische bis heute maßgebend für viele Sprachen und Kulturen, präge den modernen Alltag und könne als „gemeinsame Muttersprache Europas“ bezeichnet werden, betonte Grabowsky.

© dpa-infocom, dpa:220511-99-243453/2

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