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Leute:Songwriter Albert Hammond auf der Bühne immer noch nervös

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Nach über 60 Jahren Bühnenerfahrung müsste man meinen, man würde das Lampenfieber loswerden. Der britische Musiker Albert Hammond kann die Nervosität nicht so einfach ablegen.

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London (dpa) - Songwriter-Legende Albert Hammond („It Never Rains In Southern California“, „The Free Electric Band“) fühlt sich trotz seiner sechs Jahrzehnte im Showgeschäft immer noch unsicher, wenn er auf die Bühne geht. „Nach dem zweiten Song fühle ich mich gut“, sagte der 79-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in London. „Aber davor ist man nervös, weil man nicht wirklich weiß, was passieren wird.“

Er sei ein besserer Songwriter als Performer, findet Hammond, der unzählige Hits für andere Stars geschrieben hat, darunter The Hollies („The Air That I Breathe“), Starship („Nothing's Gonna Stop Us Now“) und Whitney Houston („One Moment In Time“). „Meine eigene Stimme habe ich nie so sehr gemocht“, erzählte er. „Aber so sind wohl viele von uns. Kreative Leute sind unsichere Leute. Wir brauchen jemanden, der uns sagt, dass etwas gut ist. Sonst wissen wir es nicht.“

79-Jähriger mit neuem Album

Erstmals nach rund 20 Jahren hat Hammond jetzt wieder ein eigenes Album mit 17 neuen Songs aufgenommen, die er mit seiner markanten Stimme selbst singt. Auf „Body Of Work“ habe „alles zusammengepasst“, sagte der Sänger und Songwriter zufrieden. „Alles schien zu funktionieren.“

Wenn es die Gesundheit zulässt, will Hammond, der unter einer Autoimmunkrankheit leider, bald wieder auf der Bühne stehen. „Ich werde etwas machen, das ist sicher“, sagte der 79-Jährige. „Ich werde schon einen Weg finden.“ Neben der neuen Musik will er dann auch wieder seine größten Hits zum Besten geben.

Dass er seine größten Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten nicht als Popstar, sondern als Songwriter feierte, hat laut Albert Hammond durchaus Vorteile. „Es ist schön, dass ich Teil der Popgeschichte bin und all diese wundervollen Songs geschrieben habe, die Hunderte von Millionen Leute erfreut haben“, sagte er. „Trotzdem kann ich nach draußen gehen und kaum jemand fragt mich nach einem Autogramm.“

© dpa-infocom, dpa:240306-99-233336/4

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